Ernährung der Heiligen Birma – Pflege von innen
Ein glänzendes Fell, funkelnde Augen und ein langes, gesundes Leben – das beginnt im Futternapf. Ich lege allergrößten Wert auf eine artgerechte Ernährung ganz ohne Zucker, Getreide oder chemische Zusätze. In Jahren der Zucht habe ich sehr bewusst ausprobiert, verglichen und ausgewählt – und bin heute überzeugt: Qualität schlägt Quantität, Nassfutter ist die Basis, und Trockenfutter ist allenfalls ein seltenes Leckerli.
Nassfutter – die unverzichtbare Basis
Meine Katzen werden zu 98 % mit hochwertiger Feuchtnahrung in Lebensmittelqualität gefüttert – Kitten sogar zu 100 %. Meine bevorzugten Marken sind AniFit (Schweden) und PetFit (Deutschland). Beide überzeugen durch einen extrem hohen Fleischanteil, transparent ausgewiesene Zutaten und eine Zusammensetzung, die dem natürlichen Bedarf der Katze wirklich entspricht. Bei AniFit kommt noch ein wichtiger Pluspunkt hinzu: Die schwedische Gesetzgebung verbietet den Einsatz von Antibiotika und Hormonen in der Tierhaltung streng – das bedeutet ein echtes Plus an Sicherheit.
Ein Blick hinter die Kulissen der Futterindustrie: Wirklich gutes Katzenfutter – wie AniFit, PetFit, Catz Finefood oder Granatapet – sieht man nie in der Werbung. Kein TV-Spot, keine Zeitungsanzeige. Das hat einen einfachen Grund: Diese Hersteller investieren ihr Geld in die Zutaten, nicht in Marketingbudgets. Sie werden weiterempfohlen – von Züchtern, Tierärzten, überzeugten Katzenbesitzern. Bei den bunten Marken aus dem Supermarktregal, die uns täglich aus dem Fernseher anlächeln, lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste ganz besonders: Werbebudget und Fleischanteil stehen dort häufig in einem umgekehrten Verhältnis zueinander.
Mein Tipp beim Futterkauf: Immer die Zutatenliste lesen! Viele Marken werben großspurig mit Sprüchen wie "mindestens 4 % Hühnchen" – was mich unweigerlich zur Frage bringt: Was steckt eigentlich in den restlichen 96 %? Würden wir als Menschen so etwas essen? Eben. Hochwertiges Futter erkennt man an dem, was drin ist – nicht an dem, womit geworben wird.
Mein Wasser-Trick: Ich vermenge das Nassfutter immer mit etwas lauwarmem Wasser – bei einer 400-g-Dose ungefähr 50 bis 60 ml. Das unterstützt die Verdauung und stellt sicher, dass die Katze ausreichend Flüssigkeit aufnimmt: der einfachste und wirkungsvollste Schutz für die Nieren.
Birmas sind echte Gourmets und typische Häppchenfresser – sie naschen lieber viele kleine Portionen über den Tag verteilt als eine große Mahlzeit auf einmal. Außer im Hochsommer (Stichwort Ungeziefergefahr) steht bei mir daher immer ein gefülltes Tellerchen bereit.
Ernährungsempfehlungen meiner Birmchen
Die richtige Ernährung ist die Basis für ein langes Katzenleben. Hier sind die Produkte, die ich persönlich füttere und empfehle:
| Produkt | Art / Verwendung | Meine Erfahrung |
|---|---|---|
| PetFit | Nassfutter · Hauptmahlzeit | Hoher Fleischanteil, transparent deklariert – Hauptfutter meiner Kitten. |
| AniFit | Nassfutter · Hauptmahlzeit | Sehr gute Zutatenqualität, wird von meinen Birmchen sehr gut angenommen. |
| Gefriergetr. Hühnchen | Snack · gelegentlich | Reines Protein, keine Zusätze – idealer Leckerli-Ersatz. |
| Gefriergetr. Lachs | Snack · gelegentlich | Omega-3-reich, sehr beliebt bei meinen Katzen. |
| VPM Paste | Snack · Ergänzung | Hochwertige Ergänzungspaste, sparsam einsetzen. |
... weitere Empfehlungen folgen laufend
Trockenfutter – Leckerli, kein Futter
Trockenfutter ist für mich keine Nahrungsquelle – es ist ein Leckerli, mehr nicht. Katzen sind auf Feuchtigkeit im Futter angewiesen; zu viel Trockenfutter führt langfristig zu chronischer Dehydrierung und belastet die Nieren erheblich.
Meine erwachsenen Katzen bekommen alle ein bis zwei Wochen unregelmäßig etwa fünf Stück Trockenfutter – und zwar nicht einfach so in den Napf, sondern versteckt in einem Intelligenzspielzeug oder Fummelbrett. Sie müssen spielerisch "arbeiten", um an den Genuss zu kommen. Eine 300-g-Packung reicht bei mir dadurch bis zu dreiviertel Jahr.
Ein Hinweis, der mir besonders am Herzen liegt: Tierärzte empfehlen bei erhöhten Nierenwerten gerne sogenanntes nierenschonendes Trockenfutter. Für mich ist das ungefähr so, als würde ich einen Einbrecher als Wache vor meine Haustüre stellen. Trockenfutter belastet die Nieren – das ist der Grund für die erhöhten Werte. Die Lösung kann daher nicht mehr Trockenfutter sein, sondern konsequent hochwertiges Nassfutter, ausreichend Flüssigkeit und – wenn möglich – eine Rücksprache mit einem Tierarzt, der ganzheitlich denkt und die Ernährung wirklich ernst nimmt.
Kitten und Jungtiere bekommen bei mir ausschließlich Feuchtfutter – ohne Ausnahme. Ich empfehle jedem Kittenbesitzer, im ersten Lebensjahr grundsätzlich auf Trockenfutter zu verzichten.
Aufzucht & Einzug der Kitten
Meine Kitten wachsen von Anfang an mit PetFit und AniFit auf. Beim Einzug gebe ich Ihnen einen ausreichenden Vorrat mit, damit der Übergang reibungslos klappt.
Kein abrupter Futterwechsel! Bitte füttern Sie mindestens zwei Wochen lang dasselbe Futter wie ich. Ein plötzlicher Wechsel verursacht Durchfall – der dann leicht fehlgedeutet und unnötig zum Tierarzt gebracht wird.
⚠ Milch-Warnung:
Bitte keine Kuhmilch Milch und auch keine Katzenmilch geben! Meine Babys werden – wenn nötig – mit gefriergetrockneter Bio-Ziegenmilch (Kolostralmilch) zugefüttert. Auch erwachsene Katzen vertragen oft keine Milch und reagieren mit Bauchschmerzen oder Durchfall.
Gesunde Snacks & Ergänzungsfutter
Statt minderwertiger Knabbereien gibt es bei mir "Snacks mit Substanz": gefriergetrocknete Hühnchen-, Lachs- oder Thunfischstückchen aus Bio-Haltung – reines Protein, ohne Zusätze, mit Kauspaß und nebenbei gut für die Zähne.
Als besondere Delikatessen gelten Ährenfische oder Filetcremes, die bei meiner Rasselbande heiß begehrt sind. Achtung: Birmas können darauf richtig "süchtig" werden und versuchen dann, ihre Zweibeiner zu erpressen, indem sie das normale Futter einfach ignorieren!
Einmal pro Woche gibt es bei mir Ergänzungs-Nassfutter für Abwechslung im Napf. Zusätzlich setze ich Taurin und die VPM-Paste ein – zur Unterstützung von Herz, Sehkraft und Immunsystem. Die VPM-Paste bekommt jede erwachsene Katze täglich – circa 2 cm direkt vom Finger oder auf den Napfrand. Ein kleiner Tipp am Rande: Meine Birmas sind regelrecht süchtig darauf und warten schon ungeduldig. Was gut schmeckt, tut eben auch gut!
Fütterungshäufigkeit & Portionsgrößen
Bei mir leben sechs Katzen, und die Fütterung läuft so: Auf einen großen Edelstahlteller kommen circa 400 g Nassfutter, vermengt mit 50–60 ml warmem Wasser und 0,5 g Taurin, das direkt in die Portion eingerührt wird. Ist der Teller leer, kommt eine frische Ladung – so haben die Katzen immer etwas Feines und fressen in ihrem eigenen Rhythmus.
Zur Lagerung: AniFit und PetFit sind so hochwertig, dass eine angebrochene Dose – mit Dosendeckel verschlossen – problemlos 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen bleiben kann. Natürlich nicht in der prallen Sonne.
Wichtig: Katzenfutter niemals kalt aus dem Kühlschrank füttern! Kaltes Futter verursacht Durchfall – das Futter immer erst auf Raumtemperatur bringen, bevor es in den Napf kommt.
Futterwechsel – so klappt's ohne Bauchschmerzen
Wenn Sie nach der Eingewöhnungsphase auf ein anderes hochwertiges Futter umsteigen möchten, bitte niemals abrupt wechseln. Der richtige Weg: Mit ein bis zwei Löffeln des neuen Futters beginnen, einfach unter das gewohnte Futter mischen, und den Anteil täglich ganz behutsam steigern.
Reagiert das Kitten mit weichem Stuhl, einfach kurz einen Gang zurückschalten – weniger neues Futter untermengen, bis der Kot wieder passt – und dann erneut von Tag zu Tag etwas mehr dazugeben. Geduld zahlt sich hier aus!
Naturheilkunde bei Durchfall – Passiert es doch einmal ... greife ich gerne auf Nux Vomica D6 zurück – ein bewährtes Mittel aus der Naturheilkunde, das bei meinen Katzen zuverlässig wirkt. Bei akutem Hydrantenstuhl gebe ich 5x täglich eine Gabe im Abstand von je 30 Minuten. Bei zu weichen Kotwürstchen reichen 3x täglich. Eine Gabe: 3 Globuli für Kitten, 5 Globuli für erwachsene Katzen – am besten in eine Spritze ohne Nadel geben, 1 ml heißes Wasser dazugeben und kurz warten, bis die Kügelchen aufgelöst sind. Bis dahin ist das Wasser auf angenehme Handwärme abgekühlt – ideal zum Verabreichen. Mehr dazu auf meiner Seite Naturheilkunde & Bachblüten.
Glänzendes Fell & innere Balance – der Ernährungseffekt
Lachsöl wird oft als Wundermittel für ein schönes Fell empfohlen – ich bin da vorsichtig. Zu viel davon kann im wahrsten Sinne in die nicht vorhandene Katzenhose gehen, sprich: Durchfall. Gerade für Kitten und Jungtiere ab vier Monaten ist das alles andere als wünschenswert.
Meine Überzeugung: Artgerechtes, hochwertiges Nassfutter – gegebenenfalls mit Taurin ergänzt – macht eine glücklichere, ausgeglichenere und schlicht schönere Katze. Das sieht man im Fell, spürt man im Wesen, und das bestätigt sich bei mir täglich aufs Neue.
⚠ Finger weg! – Lebensmittel, die für Katzen giftig sind
Meine Birmas probieren grundsätzlich alles – sie sind wohl die einzigen Katzen der Welt, die von einer Leberkäsesemmel die Semmel essen und den Leberkäse links liegen lassen. Nichts Unbeaufsichtigtes gehört bei mir auf den Tisch – und das ist auch gut so. Nicht alles, was für uns Menschen harmlos oder lecker ist, verträgt eine Katze. Folgendes gehört niemals in den Katzennapf – und sollte auch nicht versehentlich erreichbar sein:
- Zwiebeln & Knoblauch – zerstören rote Blutkörperchen, können zur lebensbedrohlichen Anämie führen
- Schokolade & Kakao – das enthaltene Theobromin ist für Katzen hochgiftig
- Trauben & Rosinen – können schwere Nierenschäden verursachen
- Alkohol – bereits kleinste Mengen können tödlich sein
- Koffein (Kaffee, Tee, Energy Drinks) – greift Herz und Nervensystem an
- Avocado – enthält Persin, das Organe schädigen kann
- Rohes Schweinefleisch – kann den Aujeszky-Virus übertragen, der für Katzen stets tödlich endet
- Rohe Kartoffeln & grüne Tomaten – enthalten Solanin, ein pflanzliches Gift
- Xylitol (Süßungsmittel) – in vielen Kaugummis und Süßigkeiten, extrem giftig
- Milch & Milchprodukte – viele Katzen sind laktoseintolerant (siehe oben)
Wasser & Napf-Management
Keine Plastiknäpfe! In Kratzern siedeln sich Bakterien an. Ich verwende ausschließlich Näpfe aus Glas, Keramik oder Edelstahl.
Die Wasserschüssel steht bei mir weit entfernt vom Futternapf – am besten in einem anderen Raum. Meine Birmas trinken deutlich mehr, wenn Futter und Wasser getrennt sind. Das Wasser wechsle ich mindestens alle zwei bis drei Tage frisch – öfter schadet natürlich nicht. Meine Süßen trinken übrigens aus einer hübschen Kristallschüssel – wer braucht da schon Obst? Zu Katzentrinkbrunnen kann ich aus eigener Erfahrung wenig sagen, da meine Birmas schlicht kein Interesse daran haben. Was ich aber gehört habe: Wer einen Brunnen verwendet, sollte ihn wirklich penibel reinigen. Unzureichend gesäuberte Brunnen können sich zu regelrechten Keimschleudern entwickeln – ein Risiko, das man mit einer einfachen Schüssel und regelmäßigem Wasserwechsel elegant umgeht.
Katzengras sollte immer verfügbar sein, damit die Katzen verschluckte Haare sicher loswerden können.
last update: 17. März 2026