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Haltung & Pflege
Die richtige Pflege: Schönheit ohne Stress
Pflege & Hygiene: Wohlbefinden für Samtpfoten
Alle Katzen sind äußerst reinliche Tiere, und die Pflege einer Heiligen Birma ist dank ihres besonderen Fells erstaunlich unkompliziert. Da die Unterwolle fast völlig fehlt, neigt das prachtvolle, halblange Haar kaum zum Verfilzen.
Fellpflege als Wellness-Moment
Einmal wöchentliches Bürsten reicht in der Regel aus – lediglich während des Fellwechsels darf es gerne etwas öfter sein. Nutzen Sie diese Zeit für ein paar zusätzliche Streicheleinheiten mit Bürste oder Kamm (ganz wie es Ihrer Katze gefällt). Ihre Birma wird sich räkeln und schnurren vor Vergnügen. Zur ganzheitlichen Pflege gehört bei mir zudem die regelmäßige Kontrolle von Augen, Ohren und Zähnen. Ein kurzer Check sorgt dafür, dass keine "Augengrauperln" das schöne Gesicht verunzieren und die Öhrchen sauber bleiben.
Krallenpflege im Wohnbereich
Wenn sich Ihre Birma ausschließlich im Haus aufhält und die Krallen nicht ausreichend an Kratzgelegenheiten abarbeitet, sollten die feinen Krallenspitzen ab und an um maximal 1–2 mm gekürzt werden. Dies verhindert, dass sich die Katzen beim Spielen gegenseitig verletzen oder hängen bleiben. Wenn Sie unsicher sind, zeigt Ihnen Ihr Tierarzt gerne den richtigen Griff.
Das stille Örtchen: Hygiene & Tipps
Bei der Hygiene gilt: Das Katzenklo sollte 1–2 Mal täglich gereinigt werden. Manche Katzen sind hier sehr eigen und verweigern den Gang, wenn das Klo bereits einmal benutzt wurde.
Das ideale Klo
Für sogenannte "Eckenpisser" empfahlen sich früher Modelle mit auslaufgeschütztem Deckel (wie von Gimpet). Auch wenn diese Produktion eingestellt wurde, helfen hohe Edelstahl Haubentoiletten (erhältlich über Amazon.de) dabei, das Hinausschaufeln von Streu zu begrenzen und Gerüche zu mindern.
Die richtige Streu
Ich persönlich verwende ein feines Klumpstreu (Golden Grey, geruchlos). Es lässt sich leicht reinigen und bleibt kaum an den langen Haaren zwischen den Pfötchen hängen.
Wichtiger Entsorgungshinweis
Klumpstreu darf niemals in der Menschentoilette entsorgt werden – das aufgeweichte Streu würde den Abfluss regelrecht "zubetonieren". Die Entsorgung erfolgt über den Restmüll oder (je nach Sorte) über den Biomüll.
Ein Tipp für den Einzug:
Erkundigen Sie sich immer rechtzeitig beim Züchter, welches Streu Ihr neuer Mitbewohner bisher gewohnt war. So vermeiden Sie "Hoppalas", weil sich der Neuzugang am ungewohnten Ort nicht wohlfühlt.
Ernährung: "Pflege von innen"
Ein glänzendes Fell und ein gesundes, langes Leben beginnen im Napf. Ich lege größten Wert auf eine artgerechte Ernährung ohne Zucker, Getreide oder chemische Zusätze.
Nassfutter: Ich füttere ausschließlich hochwertigste Feuchtnahrung mit hohem Fleischanteil, wie etwa von Pet-Fit. Ein wichtiger Tipp aus meiner Praxis: Vermengen Sie immer etwas (bei 400g ca. 50-60 ml) lauwarmes Wasser mit dem Futter. Dies unterstützt nicht nur die Verdauung, sondern stellt sicher, dass die Katze genügend Flüssigkeit aufnimmt – der beste Schutz für die Nieren. Auch AniFit wird gerne von meinen Birmas angenommen.
Nahrungsergänzung: Für das Herz, die Sehkraft und ein starkes Immunsystem ergänze ich das Futter regelmäßig mit Taurin und der VPM-Paste.
Leckerlis mit Verstand: Statt minderwertiger Snacks gibt es bei mir gefriergetrocknetes Hühnchen. Es ist der perfekte, gesunde Snack, der Zahnreinigung und Kauspaß ohne unnötige Kalorien bietet.
Literatur

Seitdem die ersten heiligen Birmakatzen in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts nach Europa gelangten, fanden sie unter Katzenkennern dank ihres unkomplizierten, geselligen Wesens und ihres attraktiven Äußeren zahlreiche Freunde. Das vorliegende Buch beschreibt die Herkunft, das Wesen und die Eigenschaften dieser legendenumwobenen Rasse und gibt Informationen zum Kauf, zur Haltung und Pflege. Der Standard - die Vielfalt der neuen Farben berücksichtigend - sowie Hinweise zum Ausstellungs- und Zuchtwesen vervollständigen diesen Band, der sowohl dem Neuling in der Birma Haltung als auch dem versierten Züchter ein Interessanter und nützlicher Ratgeber sein wird.
Buch: Anneliese Hackmann, Paul Parey Verlag
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